Serama’s Züchten
Zuchtpaare zusammen stellen.
Alles fängt an mit einem gutem Zuchtpaar zusammen zu stellen.
Frage dich erst die folgenden Sachen; ist der Typ richtig, sind die Flügel nicht zu lang, ist der Kamm gut, Schwanz- und
Flügelkleid richtig, genügend Brust, haben die Tiere genügend breite Federn und wenn mann möchte, passen die Farben gut zu einander,
legen die Hennen Eier die gross genug sind?
(kleine Eier sind meistens nicht befruchtet)
Wir züchten doch um die Eigenschaften der Rasse zu verbessern, oder zumindest zu behalten?
Sorge für gesunde Elterntiere. Sehr alte Tiere sollte mann ersetzen, weil die Fruchtbarkeit im laufe der Zeit zurück läuft.
A x A-Klasse ergibt wehnig Auskunft, weil die Eier oft zu klein sind.
A-Hahn x B-Henne ist gut zu tun, aber auch von C x C-Klasse kann mann rechnen auf A-Küken.
Die Grösse der Elterntiere sagt also nicht zuviel, aber ist umso besser für die Befrüchtung.
Je grösser die Eier, je einfacher die Küken raus schlüpfen und je öfter die Eier befruchtet sein werden.
Die ganz kleine A-Klasse Eier haben sogar oft kein Eigelb und daraus können natürlich nie Küken kommen.
Suche wirklich Zuchtpaare aus mit gute rassischen Eigenschaften.
Eine Henne mit etwas kurze Beinen, gibt mann einen Hahn mit schönen langen Beinen.
Ein Hahn mit einer zu engen Brust, aber am sonsten gut, stellt mann gegenüber eine Henne mit voller Brust, damit es sich kompensiert.
Achte also gut auf die Tiere die mann zusammen stellt!
Die Eier sammeln.
Die Henne legt im zweiten und dritten Jahr das beste, danach wird die Anzahl der Eier wehniger.
Die Hähnen befruchten im zweiten und dritten Jahr am besten.
Ein Hahn kann 7 Hennen befruchten, aber etwas wehniger Hennen könnte sorgen für 'ne bessere Befruchtung.
Oft hat der Hahn eine Lieblingshenne; mann sieht das am kahlen Kopf der Henne.
Gib so 'ne Dame ab und zu mal Ruhe durch sie ein paar Tage raus zu hohlen.
Dann kann der Hahn auch die anderen Hennen gut treten.
Schon um Beschädigungen zu forbeugen, ist es gut wenn ein Hahn mehrere Hennen hat.
Sammle die Eier täglich und schreibe eventuell mit Bleistift drauf von wem und wann das Ei ist.
Bewahre die Bruteier niemals auf im Kühlschrank!!!!!
Das hat 'nen schlechten Einfluss auf die Eier.
Bruteier soll mann am besten aufbewahren bei einer Temperatur von 12-16 Grad Celsius.
Dazu sollte ein ziemlich hoher Luftfeuchtigkeit sein, weil sonst die Eier zu viel austrocknen.
Es gibt verschiedene Meinungen über das Drehen der Serama-Eier.
Der Eine dreht die Eier täglich, während die Andern überhaupt nicht drehen, wiel die meinen, das der kleine Kabel beschädigt wird.
Mann könnte das selbst ausprobieren, z. B. mann könnte versuchen die eine Hälfte zu drehen und die andere Hälfte nicht.
(Hühnereier von anderen Rassen muss mann 2 Mal täglich drehen)
Eier die älter als 10 Tagen sind, kommen oft später oder überhaupt nicht aus.
Wenn mann aber die Eier gut aufbewahrt hat, kommen auch Eier von 3 Wochen noch aus.
Eier die mann gekauft und transportiert hat, muss mann erst 24 Stunden ruhen lassen, bevor mann die in der Brutmaschine legt.
Wass mann braucht um Eier aus zu bruten ist eine Henne, die bruten will oder natürlich eine Brutmaschine.
Das Bruten.
Das Natürlichste ist es die Eier von einer Henne ausbruten zu lassen.
Vorher gut kontrolieren ob die Henne in guter Verfassung ist und kein Ungeziefer hat.
Sorge für eine ruhige Umgebung, damit die anderen Hennen keinen Eier dazu legen können
und sie nicht immer gestört wird.
Oder in die Brutmaschine.
Kontroliere erst die Maschine und prüfe ohne Eier ob alles gut funktioniert und dann erst können die Eier drin.
Die ersten 48 Stunden die Eier nicht drehen, sondern ruhen lassen.
Die Temperatur zum bruten.
Flachbruter; etwa 38,5 Grad Celsius.
Motorbruter; ungefähr 37,8 Grad Celsius.
Der Feuchtigkeitsgehalt ist abhängig von der Grösse der Eier und wie dick die Eierschale ist.
Kleine Eier 55% und grosse Eier ungefähr 50% Luftfeuchtigkeit.
Die Feuchtigkeit kann mann regeln durch die Oberfläche vom Wasserbehälter zu ändern.
So rund um den 20. Tag die Feuchtigkeit erhöhen auf 70%, oder dann wenn die Eier schon angepickt sind.
Täglich die Eier lüften.
Das Schieren
Zwischen den 5. und 10. Tag kann mann die Eier Schieren mit einer Schierlampe
Unbefruchteten Eier raus nehmen.
Manche Leute Schieren auch noch Mal am 18en. Tag.
Alle Eier die unreifen Küken haben entfernen.
Der Schlupf der Eier.
Während der Schlupf die Brutmaschine nicht immer öfnen.
Die Feuchtigkeit und die Temperatur fallen dann ständig runter und dass kann schädlich sein für die fleissigen Küken.
Das immer wieder aufwärmen kostet die Küken unnötig viel Energie, die sie besser benützen können für den Schlupf.
Schlechte Ergebnisse.
1. Viele unbefruchtete Eier.
Ursachen;
- unfruchtbarer Hahn oder Henne.
- zu junge oder zu alte Elterntiere.
- erfrorener Kamm oder Kehllappen
- kranke Elterntiere
- zuviele Flaumfedern; eventuell schneiden; der Hahn unter
die Kloake, die Henne über die Kloake
- der Hahn ist zu fett
- Beschädigung der Eier durch den Frost
- Bruteier falsch oder zu lange aufbewahrt
- schlechte Ernährung der Elterntiere
2. Abgestorbene Keime; im Anfang
Ursachen;
- zu kalt/warm/trocken bewahrte Eier
- Abweichungen der Temperatur in der Brutmaschine
- unzureichende Belüftung
- unzureichend gedreht
- erbliche Abweichung
- kranke Elterntiere
3. Abgestorbene Keime; später
Ursachen;
-wie bei 2
- Mangel an Vitaminen und/oder Spurenelemente der
Elterntiere
4. Küken schlüpfen nicht nach dem Anpicken.
Ursachen;
- zu Trocken beim Schlüpfen
- für kurze Zeit zu hohe oder zu niedrige Temperatur
- unzureichende Belüftung
5. Klebrige, nasse Küken.
Ursachen;
- zu niedrige Bruttemperatur
- zu feucht
6. Küken mit verklebten Flaumfedern.
Ursache;
-zu trocken beim Schlupfen
7. Zu früh geborene Küken mit eventuell blutige Nabel.
Ursache;
-übermässige Bruttemperatur
8. Schlupf dauert zu lange
Ursachen;
-gleichzeitig bruten mit alte und neue Eier
- Temperatur-Unterschiede in der Brutmaschine
- grosse und kleine Eier
9. Verformte Küken
Ursachen;
- erblich veranlagt
- Zuchtfehler
- Mangel(Vitamine) im Futter
- zu glatter Auskunftboden
Sortierung nach dem Schlüpfen.
Schwache Küken
Gekreuzte Schnäbel
Abweichungen der Pfoten
Dicke Fersen
Rudern Beine
Krumme Zehen
Abweichungen am Nabel
Offener Nabel
Die Küken tun wir in einer Pflegemutter.
Der erste Tag brauchen sie noch kein Wasser oder Futter; sie zehren noch auf die Reserven der Dotter.
Die erste Woche muss die Temperatur 32 Grad Celsius sein.
Dann jede Woche die Temperatur ein par Grad runter lassen, bis keine Wärmelampe mehr nötig ist.
Natürlich bekommen die Kleinen gutes Küken Aufzuchtfutter und täglich frisches (gekochtes) Trinkwasser.
Regelmässig die kleinen Hintern kontrolieren und wenn was klebt, sofort mit Wasser vorsichtig entfernen.
Nicht ziehen, denn die Haut ist noch sehr fragil.